Öffnungszeiten der Gebhardtschen Sammlung

Samstag:
13.00 - 17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

+++ Aktueller Hinweis +++
Am 01.09., 08.09. und 15.09.2018 bleibt das Museum geschlossen. Ab dem 22.09. ist die Raritätensammlung wieder jeden Samstag regulär geöffnet, Führungen für Gruppen außerhalb dieser Zeit nach Vereinbarung. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Eintrittspreise der Gebhardtschen Sammlung

Erwachsene:

3 Euro

Gruppen ab 10 P.:

2 Euro p.P.

Kinder 6-16:

1,5 Euro

Broschüre bestellen

Ein Prachtbau wird 125 Jahre: Die Geschichte dieses architektonischen Kleinods sowie der Familie Austel, ist als reich bebilderte Broschüre erhältlich. Eine lesenswerte und kurzweilige Zeitreise, ergänzt um Mythen und Sagen, die sich um das außergewöhnliche Gebäude und Anwesen Ranken.

Die 124-seitige Ausgabe ist für 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten) unter info(at)zwoenitz.de zu bestellen, oder in der Gebhardtschen Sammlung bzw. in der Bürgerinformation der Stadtverwaltung Zwönitz versandkostenfrei zu erwerben.

Bruno Gebhardt

Bruno Gebhardt
Bruno Gebhardt

Der Sammler Bruno Gebhardt wurde 1894 im Dorf Kühnhaide (1961 nach Zwönitz eingemeindet) geboren. Von Beruf war er Malermeister. Er besaß eine überdurchschnittliche Intelligenz, die er schon seit etwa 1910 dazu nutzte, seine universelle Sammlung aufzubauen. Es sind mehr als 50 Sammelgebiete, die von ihm gewissenhaft bearbeitet wurden. Zudem malte, schnitzte und fotografierte er. Obwohl er nicht studieren konnte, nahm er es im Wissen mit vielen Akademikern auf. Von seiner einstigen Bibliothek sind heute noch über 1000 Bände vorhanden. Wir besitzen mehr als 25 Vereinsmitgliedsausweise von ihm, denn er brauchte Tauschpartner und auch Informationen über seine Sammelobjekte. Dazu gehören Waffen, Münzen, Porzellan, Uhren, Militaria, Mineralien, Fossilien, Keramik, Briefmarken, Musikautomaten, Radios, Kameras, mikroskopische Präparate, Fotosachen, Bernstein u.v.a.

Dies alles dokumentierte er sorgfältig und bemühte sich, so viel wie möglich über seine Schätze zu erfahren. Der Umfang war so groß, daß das Wohnhaus des elterlichen Bauernguts nicht für die Aufbewahrung ausreichte. Eine große Baracke und auch ein Teil der Scheune wurde zum Lagern der Sammlung genutzt. Bruno wollte, daß seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich war, dies gelang ihm aber nur Ende der dreißiger Jahre. Aufgrund des Krieges mußte er sein Museum bald schließen und seine Sammlung wieder im Bauerngut unterbringen. Seine Versuche, auch zu DDR-Zeiten wieder ein Museum einzurichten waren nicht erfolgreich. Nach Bruno's Tod im Jahre 1975 ereilte die Sammlung ein schlimmes Schicksal. Im Besitz des damaligen Rates der Stadt kam es zu einem Diebstahl aus der nicht öffentlich zugänglichen Sammlung, der einen idealen Vorwand für die DDR-Devisenjäger-Firma KoKo des Alexander Schalck-Golodkowski, sich der Sammlung zu bemächtigen. Mehr als 80 % davon wurden gegen Devisen in den Westen verkauft, niemand konnte das aufhalten. Der DM-Erlös liegt im Millionenbereich. Einzig die Wende verhinderte den völligen Ausverkauf von Bruno's Erbe.

 
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