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Ein Prachtbau wird 125 Jahre: Die Geschichte dieses architektonischen Kleinods sowie der Familie Austel, ist als reich bebilderte Broschüre erhältlich. Eine lesenswerte und kurzweilige Zeitreise, ergänzt um Mythen und Sagen, die sich um das außergewöhnliche Gebäude und Anwesen Ranken.

Die 124-seitige Ausgabe ist für 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten) unter info(at)zwoenitz.de zu bestellen, oder in der Gebhardtschen Sammlung bzw. in der Bürgerinformation der Stadtverwaltung Zwönitz versandkostenfrei zu erwerben.

Der Austelpark

Der 1442 so bezeichnete "Donatsbusch" wurde wahrscheinlich nach dem Bau der Villa 1885/86 in eine Parkanlage privaten Charakters umgestaltet. Man lehnte sich an den englischen Stil an und hielt den landschaftsgärtnerischen Einfluß sehr gering. Neben interessanten Gehölzen war die architektonische Ausgestaltung des Parks bemerkenswert. An den einfachen Wegen standen Steinbänke aus Schiefer, doch im ganzen Parkgelände gab es noch vielerlei gestalterische Elemente. So existierten ein schmiedeeiserner Pavillon und eine sogenannte Bastei. Diese war wie einige andere Befestigungen im Park als Trockenmauer ausgeführt und hatte einen Aufbau aus Guß- und Schmiedeeisen. Zu vielen Punkten der Anlagen führten steinerne Stufen und Treppen.

Pavillon der AUSTEL-VILLA
Pavillon

Es gab Pavillons wie den "Bienenkorb", den "Pilz" und eine mit Tuffstein verkleidete künstliche Grotte, von den Einheimischen "Knochenhöhl" genannt. Ein besonderes Kleinod war der Napoleon-Brunnen. In die Gestaltung wurde auch der Austel-Teich einbezogen. Im gesamten Park standen steinerne Vasen und Frauenstatuen. Zur Straßenseite hin war das Areal mit einem massiven schmiedeeisernen Zaun abgegrenzt.

Nach 1945 verkam der Park, die Besitzer waren tot und die LPG kümmerte sich nur um die Villa, lagerte aber Bauschutt im Parkgelände. Die Pavillons wurden verschrottet, die Trockenmauern verfielen und jeder nahm sich, was ihm gefiel. Die Zwönitzer Naturschützer im Kulturbund bemühten sich dem Treiben Einhalt zu gebieten, aber erst 1977 wurde ein Teil des Geländes unter Schutz gestellt. Viele Dinge waren da schon unrettbar verloren.

Die Wende brachte auch hier positive Lösungen. Die Stadt Zwönitz, nunmehr Besitzer, nutzte in Zusammenarbeit mit der damaligen Naturschutzstation das Mittel der ABM in großem Umfang. Der Park wurde forstlich und landschaftsgärtnerisch gepflegt, Wege angelegt, der Teich wieder nutzbar gemacht. Selbst viele der alten Architekturelemente wurden wieder errichtet. Dazu kamen neue wie die EZV-Ecke oder die Stelen für die Zwönitzer Ehrenbürger.

Völlig neu ist die wieder aufgewältigte Communzeche "Neues Glück", die vom Bergmännischen Traditionsverein Zwönitz betreut wird und zu besonderen Anlässen besichtigt werden kann.

 
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