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Ein Prachtbau wird 125 Jahre: Die Geschichte dieses architektonischen Kleinods sowie der Familie Austel, ist als reich bebilderte Broschüre erhältlich. Eine lesenswerte und kurzweilige Zeitreise, ergänzt um Mythen und Sagen, die sich um das außergewöhnliche Gebäude und Anwesen Ranken.

Die 124-seitige Ausgabe ist für 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten) unter info(at)zwoenitz.de zu bestellen, oder in der Gebhardtschen Sammlung bzw. in der Bürgerinformation der Stadtverwaltung Zwönitz versandkostenfrei zu erwerben.

Familie Austel

Die Austels sind in Niederzwönitz (seit 1934 zu Zwönitz gehörig) seit 1524 nachweisbar. Sie waren Guts- und Mühlenbesitzer und schon immer sehr wohlhabend. Schon der Großvater des Bauherrn der Austel-Villa wandelte um 1795 die Mühle in eine Baumwollspinnerei um, diese gilt als erster Fabrikbetrieb in Zwönitz.

Ida Friedrich Austel
Ida Friedrich Austel
Alexander Friedrich Austel
Alexander Friedrich Austel

Der Bauherr selbst, Alexander Friedrich Austel, wurde im Jahre 1818 geboren. Er studierte in Chemnitz und führte neben dem Austelgut auch die elterliche Spinnerei. Er heiratete 1851 Ida Franziska Woller, die Tochter des Großunternehmers Friedrich Ehregott Woller aus Stollberg, den man getrost als "Krupp der Strumpfindustrie" bezeichnen kann. Die Wollspinnerei wurde bald in eine Strumpffabrik umgewandelt, diese wurde Teil des Woller-Imperiums und von A.F. Austel geleitet.

Aus der Ehe der Austels gingen drei Kinder hervor: Ida Valeska, Arthur Alexander und Martha Adele. Alle starben sehr jung und noch vor den Eltern. Trotz ihres enormen Reichtums war die Familie vom Unglück verfolgt. Schon fünf Jahre nach dem Bau der Villa starb der Bauherr im Jahre 1891. Seine Frau lebte noch als einzige(!) in in der riesigen Villa bis zum Jahre 1909. Allein ihr hinterlassenes Barvermögen betrug mehr als 400.000 Goldmark, zu dieser Zeit eine unermeßliche Summe.

Die Villa und das Gut gingen an die Stollberger Linie Oelsner/Kämmerer. Der letzte Nachkomme, der in der Villa lebte, war Dr. med. Ulrich Müller, der bis zu seinem Tode 1945 seine Praxis im Hause hatte.

Die tragische Geschichte der Familie und ihr Reichtum trugen zur Legendenbildung bei, denn seit dem Tode Alexander Friedrich Austels soll der Austelgeist hier spuken. Austel selbst soll zudem Freimaurer gewesen sein und einige mysteriöse Todesfälle taten das Ihrige, den "Mythos Austel" aufrecht zu erhalten.

 
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