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Ein Prachtbau wird 125 Jahre: Die Geschichte dieses architektonischen Kleinods sowie der Familie Austel, ist als reich bebilderte Broschüre erhältlich. Eine lesenswerte und kurzweilige Zeitreise, ergänzt um Mythen und Sagen, die sich um das außergewöhnliche Gebäude und Anwesen Ranken.

Die 124-seitige Ausgabe ist für 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten) unter info(at)zwoenitz.de zu bestellen, oder in der Gebhardtschen Sammlung bzw. in der Bürgerinformation der Stadtverwaltung Zwönitz versandkostenfrei zu erwerben.

Das Gebäude

Das dreigeschossige Gebäude im Stil der Neorenaissance ist über rechteckigem Grundriss mit einem Walmdach und zwei turmartigen Eckrisaliten mit Zeltdächern errichtet. Die Fassade ist mit reichem Schmuck versehen. Die Fassadendetails sind meist noch ursprünglich erhalten. Das Dach hat nicht mehr den originalen Zustand. Durch die Errichtung breiter Schleppgauben wurde nachträglich eine Nutzung des Dachgeschosses zu Wohnzwecken ermöglicht. Über dem Sockelgeschoss, das mit einer Rustikaquaderung versehen ist, erhebt sich die ausgewogen gegliederte Fassade. Die Gebäudeecken sind mit Pilastern betont, die Geschosse durch Simse gegliedert. Die Gestaltungselemente sind aus Sandstein, die übrigen Flächen geputzt.

Einzig erhaltene Bauzeichnung der AUSTEL-VILLA
Bauzeichnung

Die Gartenfront wird betont durch den Altan, der sich über drei Geschosse erstreckt. Getragen wird er von Säulenpaaren, die im Erdgeschoss im toskanischen und im Obergeschoss im ionischen Stil gehalten sind. Der Windfang mit den in die Säulen eingepassten Glasscheiben wurde 1993 mit der Umnutzung zum Café eingefügt.

Entsprechend der Nutzung ist auch die Fassade im ersten Obergeschoss traditionell am reichsten gestaltet. Hier sind neben der Eckquaderung Rundbogenfenster in fein profilierten Sandsteingewänden mit geraden Verdachungen und reichem Ornamentschmuck vorhanden. In den Brüstungsspiegeln befinden sich Medaillons aus geschliffenem Granit. Die Fenstergitter in den unteren Geschossen sind nicht original. Sie wurden 1993 in Anlehnung an die Gestaltung der einst vorhandenen schmiedeeisernen Zaunanlage hinzugefügt. Die Rechteckfenster des 2. Obergeschosses sind einfacher gestaltet mit geraden Verdachungen auf Konsolen mit Akanthusblättern über Mäanderfriesen.

Die nördliche Gebäudeseite ist deutlich weniger repräsentativ. Der Eingang, der direkt zum Treppenhaus führt, ist erst 1993 eingefügt worden. Vorher wurde die Tür zur Straße an der Westseite benutzt.

Es handelt sich insgesamt um eine qualitätsvolle bürgerliche Villa mit hohem architektonischem Gestaltungswert. Die Bedeutung des Gebäudes resultiert im Besonderen aus der Vielzahl der erhaltenen Ausstattungsteile. Neben Fassade, Stuckdecken, Farbfassungen sowie Parkett und Türen sind auch die ursprünglichen Fenster aus Eichenholz und Wandverkleidungen mit Füllungen aus Wurzelholz zum Großteil noch original.

 
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